Floorball4all: seit bald 11 Jahren Einsatz für eine bessere Welt

Auf einer Reise in die Brennpunkte der brasilianischen Grossstädte entsteht bei Hansjörg Kaufmann (hjk) die Idee, mit Unihockey Kinder und Jugendliche von der Strasse zu holen. Ein Jahr später gründet er den Verein Unihockey für Strassenkinder. Heute, fast elf Jahre später, begleitet der Verein Projekte in mehr als 20 Ländern auf der ganzen Welt.

Kaum einer hätte im Jahr 2005 gedacht, dass Floorball4all zehn Jahre nach der Gründung immer noch und sehr erfolgreich den Unihockeysport in neue Länder bringt und vielerorts mithilft, diesen auch nachhaltig zu verankern und weiterzuentwickeln. Während in den Anfängen Hansjörg Kaufmann 2-3 Teameinsätze pro Jahr durchführte, sind in diesem Vereinsjahr mindestens sieben Einätze in aller Welt geplant. Der Verein ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und damit haben sich auch die Ansprüche und Arbeitsweisen etwas verändert. In Ländern wie der Ukraine, Nepal, Brasilien, Rumänien… sind nationale Meisterschaften, manchmal gar offizielle Verbände entstanden, die wiederum für den Internationalen Unihockeyverband (IFF) von grosser Bedeutung sind.

Schwerpunkt auf Trainerausbildung

„Wenn wir mit einem Schweizer Team auf einem öffentlichen Platz in São Paulo oder Nairobi beginnen, Unihockey zu spielen, dann werden innerhalb weniger Minuten über 100 Kinder bereitstehen, die auch mitspielen möchten“, sagt Benjamin Lüthi, der seit knapp vier Jahren die Geschicke des gemeinnützigen Vereins leitet. Das reine Spielen mit den Kids sei zwar spassig und schön, aber alles andere als nachhaltig. „Aus diesem Grund legen wir den Schwerpunkt auf die Ausbildung einheimischer Jugendarbeiter, Lehrpersonen, Sportverantwortliche von Drogenrehas oder Jugendgefängnissen.“ In einwöchigen Kursen werden diese zu Unihockeytrainern ausgebildet und starten anschliessend ihr eigenes Floorball-Projekt. „Material geben wir nur da ab, wo ein klarer Plan, ein nachvollziehbares und erfolgsversprechendes Vorgehen skizziert wird“, schildert Lüthi und schwärmt dabei von den Diplomübergaben, die jeweils am letzten Kursabend stattfinden. Es sei immer wieder ein Highlight, wenn Basissets an die frischgebackenen Trainerinnen und Trainer abgegeben werden können. „Die Verantwortung für die Projekte liegt so von Beginn weg bei den Einheimischen. Wir stehen bereit für Tipps und zur Begleitung, die eigentliche Umsetzung machen die Locals aber selber und nach eigener Vorgehensplanung.“

Wiederholung und Vertiefung

Nach einem einmaligen Trainerkurs kann der Unihockeysport aber in einem Land noch nicht nachhaltig lanciert werden. „In den ersten Monaten nach unserem Einsatz erhalten wir fast wöchentlich Bilder und Clips von Trainings und Turnieren. Das Ganze flaut aber normalerweise nach etwa einem halben Jahr wieder etwas ab.“ Aus diesem Grund sei es, laut dem ehemaligen Nationalspieler Lüthi, ungemein wichtig, dass man während 2-4 Jahren in Folge wieder in das Land reisen und die Trainer weiterentwickeln könne. Nach einiger Zeit entsteht so eine Art „Eigendynamik“, mit der Folge, dass der Verein heute in diversen Ländern einheimische Koordinatoren unterstützt, die bereits selber Projekte begleiten und neue Trainer ausbilden können.

Unterstützung von vielen Unihockey-Sympathisanten

Der steuerbefreite Verein mit Sitz in Steffisburg kann auf finanzielle und materielle Unterstützung zahlreicher Privatpersonen, Vereine, Importeuren, Stiftungen und einzelner Firmen zählen. Zudem wurde vor einigen Jahren die enge Zusammenarbeit mit swiss unihockey, dem Nationalen Unihockeyverband, im Rahmen einer offiziellen Charity-Partnerschaft vertieft. Pro Jahr unterstützen bis gegen 70 Freiwillige den Verein ganz praktisch, indem sie als Volunteer an einem der zahlreichen Einsätze in aller Welt teilnehmen und so direkt vor Ort einen Unterschied machen. „Als kleines und überschaubares Hilfswerk haben wir sehr schlanke Strukturen und können so garantieren, dass jeder Spendenfranken vollumfänglich dort ankommt, wo er vom Absender eingesetzt werden möchte“, sieht Geschäftsführer Lüthi als grossen Pluspunkt.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Website www.floorball4all.ch.

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